(Fortsetzung des Beitrages vom 14.04.2026)
Eigentlich war für die erste Tour ein Besuch der Wosseckerbaude und der Reifträgerbaude geplant. Unser Gastgeber hatte uns aber schon vorsichtig darauf vorbereitet, dass die Wege in höheren Lagen immer noch vereist sind. So kam es dann auch und wir entschieden uns für eine Rundwanderung im Bereich der Baumgrenze.

Immer wieder ein Genuss: der Mummelfall (Mumlavský vodopád) und das Mummeltal. Die Mummelfallbaude hatte geöffnet, die Wosseckerbaude (Vosecká bouda) vom 06.-29.04.2026 leider nicht.


Auf dem Alten Wossecker Weg stiegen wir durch dichten Nadelwald bis zur querenden Radroute auf. Hier endet der begehbare Teil des naturnahen Weges und die streng geschützte Kernzone des Riesengebirgsnationalparks beginnt. Die Sperrung ist eher symbolisch, aber wir haben sie selbstverständlich akzeptiert.

Die geänderte Route führte auf einem asphaltierten Weg immer entlang der Kernzonengrenze bis zum Abstieg ins Tal der Kamenice. Von Asphalt war jedoch über weite Strecken nicht viel zu sehen. Der Weg war als Skiloipe präpariert und gewalzt und trug an vielen Stellen einen bis zu 20 cm dicken Eispanzer. Das erschwerte das Laufen und barg die Gefahr von Stürzen. Zum Glück ging alles gut.

Der Abstieg ins Tal der Kamenice wurde im oberen Teil nochmal zur Herausforderung. Vereist, angetaut, wieder vereist und kaum Stellen, an denen man nicht ins Rutschen kam. Aber auch hier ging alles gut.

Der Flussverlauf der Kamenice wurde aus Gründen des Hochwasserschutzes an mehreren Stellen durch Querverbauungen entschärft. Im Sommer bieten sich dort mehrere Gelegenheiten zum Baden im eiskalten Gebirgswasser. Uns war es auch so kalt genug und wir beendeten die erste Tour an der Glashütte (Sklárna) von Harrachov (Harrachsdorf). Fazit der ersten Tour: Es ist alles gut gegangen.

(Fortsetzung folgt)
